Der AFS-Test
Der AFS-Test kann bei Verdacht auf Legasthenie bzw. bei bestehenden Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten zur pädagogischen Abklärung eingesetzt werden.
Dabei werden verschiedene Bereiche betrachtet und anschließend individuelle Trainingsschwerpunkte festgelegt.
► Weitere Details zum Ablauf des AFS-Test
Die Ergebnisse können außerdem in einer pädagogischen Stellungnahme zusammengefasst werden. Diese kann Eltern und Schule Informationen über den individuellen Förderbedarf sowie mögliche Unterstützungsmaßnahmen geben.
Nach dem österreichischen Rundschreiben Nr. 24/2021 müssen schulische Fördermaßnahmen bei Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten nicht auf Kinder beschränkt werden, bei denen bereits eine klinisch-psychologische Diagnose vorliegt. Auch Schülerinnen und Schüler mit erkennbaren Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten sollen entsprechend unterstützt werden.
Was bedeutet das für Eltern?
Wenn Ihr Kind Schwierigkeiten beim Lesen oder Rechtschreiben zeigt, kann eine pädagogische Abklärung mit dem AFS-Test dabei helfen, die individuellen Stärken und Schwierigkeiten genauer zu betrachten.
Auf Grundlage der Ergebnisse kann ein persönlicher Trainingsplan erstellt werden. Gleichzeitig können Empfehlungen formuliert werden, welche Unterstützung für das Kind zu Hause und in der Schule hilfreich sein könnte.
Eine klinisch-psychologische Diagnose ist nicht automatisch Voraussetzung dafür, dass ein Kind aufgrund von Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten schulisch gefördert und unterstützt werden kann.
Soll jedoch ausdrücklich eine Lese-/Rechtschreibstörung nach den entsprechenden diagnostischen Leitlinien festgestellt werden, ist eine zusätzliche klinisch-psychologische oder ärztliche Abklärung notwendig. Laut Rundschreiben darf eine solche Diagnose nur durch eine klinische Psychologin bzw. einen klinischen Psychologen oder mittels ärztlichem Gutachten erfolgen.
Hinweis: Der AFS-Test und die darauf basierende pädagogische Stellungnahme dienen der pädagogischen Abklärung und Förderplanung. Sie ersetzen keine medizinische oder klinisch-psychologische Diagnose.
